Was machen wir?

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Bericht
Was machen wir?

Die Bürgergemeinschaft Rathenauplatz e.V.

Verein oder Initiative?

Wenn es um die goldene Ehrennadel nach 25-jähriger Mitgliedschaft geht,
die man bei uns nicht kriegt, dann sind wir eher kein Verein.
Was reizt dann an der Bürgergemeinschaft Rathenauplatz e.V.?

Natürlich verbindet alle der Platz selber.

Er ist der nachbarschaftliche Ort, der das Leben des Viertels bestimmt - im Sommer mehr, im Winter weniger.

Demzufolge war der Anlass der Gründung der Bürgergemeinschaft auch recht banal.

Es ging um Hundedreck und Rattenplage, über den sich vor etwa 30 Jahren etliche Bürger rund um den Platz zu Recht aufregten.

Nun, dieses Thema ist geblieben. Aus der Bürgergemeinschaft allerdings ist mehr geworden, nämlich ein Verein.

Dies war notwendig, um Förderung und Rückhalt zu erlangen.

Denn ein Teil unserer Arbeit kostet Geld. Ohne Mietkosten- und Projektunterstützung durch die Stadt, die uns in Politik und Verwaltung auch in den jetzigen schlechten Zeiten gewogen ist, wäre unser Bürgerzentrum im Rathenauplatz 30 nicht denkbar.

Hier findet - eher versteckt – der gemeinwesenorientierte Teil unserer Arbeit statt:
es hat sich hier eine engagierte Seniorengruppe etabliert, die neben Klön und Kaffeeklatsch Theater spielt, in der benachbarten Lochner-Schule den Nikolaus macht und den Kindern gerne vorliest. Es gibt einen Geschichtsarbeitskreis, der die hundertjährige, nicht immer unbelastete Geschichte des Viertels dokumentiert. Ein unter Stadthistorikern vielfach zitiertes Buch ist dabei entstanden.

Daneben existieren etliche Projektgruppen, die sich nach Interesse und Aktualität neu- bzw. umformieren: ein Aktionsbündnis gegen Vermieterwillkür und Wohnungsleerstand, eine Elterngruppe zur kindergerechten Gestaltung des Brunnens bzw. einer Wasserspielstelle für Kinder, ein Nachbarschaftshilfe- und Beratungsbüro mit einer vom Verein bezahlten Honorarkraft.

Diese wechselnden Themen und auch Gruppierungen machen dabei die Attraktivität und gleichzeitig die Problematik eines zeitnah arbeitenden Vereins aus. Menschen binden sich offensichtlich lieber an überschaubare Projekte, die neben dem privaten Interesse auch einen persönlichen Nutzen mit sich bringen. Trotzdem bedarf es einer zuverlässigen Struktur, die das ermöglicht. Dies ist nicht immer einfach, trotzdem klappt es immer wieder auch Verantwortlichkeiten zu verteilen.

Ein neues Thema und auch Arbeitsfeld ist unser Biergarten auf dem Platz, den wir seit zehn Jahren betreiben, mittlerweile in einem schmucken, preisgekrönten Pavillon. Er drückt mit seiner interessanten aber gleichzeitig auch rücksichtsvollen Optik unser Bestreben aus, den Platz als nachbarschaftliche Stadtoase umsichtig zu moderieren und vielfältige Bedürfnisse auszugleichen. Dies ist sicher nicht immer einfach, wenn das weite Areal des Viertels in heißen Sommernächten bis hin zum Aachener Weiher Anziehungspunkt für junge Menschen ist, die einen für viele Viertelbewohner entgegengesetzten Schlafrhythmus haben. Nur ohne unsere geregelte Gastronomie wäre es wohl eher schlimmer.

Mit den mittelfristig zu erwartenden Überschüssen des Gastronomiebetriebes möchten wir uns zudem in unserer Arbeit langfristig von öffentlichen Mitteln unabhängig machen. Themen und Anlässe zum Engagement finden sich genügend. Den Raum dazu haben wir, die Ideen muss jeder selber mitbringen. Aber auch pure Neugier genügt!

Eigentlich eine interessante Sache,
die eigenen nachbarschaftlichen Bedürfnisse im Viertel selber zu organisieren.
Unsere regelmäßigen Treffen können Sie dem Aushang im Schaukasten entnehmen.

Kommen Sie vorbei!

Unser Motto: es gibt nicht Gutes, außer man tut es!

Werner Kämper